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Hm, wie würdet Ihr "proprietäre Software" in einfachen Worten für Nicht-Techies wie meine Mama erklären? Frage für ein Auftragsbuch ...

@viennawriter Wie ne black box. Tut irgendwas, aber man darf nicht reinschauen. Das darf nur der Hersteller.

@jwildeboer @viennawriter Und ab und zu kommt über Nacht heimlich jemand zu Hause vorbei, macht die Blackbox auf und nimmt Funktionen raus oder steckt neue rein, die vielleicht schädlich sind, und man kann nichts dagegen tun und merkt es vielleicht auch gar nicht.

@viennawriter@literatur.social Software für die man einen Haufen Geld bezahlt und bei Problemen trotzdem alleine da steht 🤪

@viennawriter
Ganz einfach: Software, die nicht jede:r einfach so und umsonst benutzen darf.
Etwas kürzer: Software, die nicht frei zum Benutzen ist.
Ganz kurz: nicht-freie Software

@viennawriter
Software, bei der eins nur beten kann, daß das investierte Geld für Pflege und Verbesserung genutzt wird.

@viennawriter

proprietäre Software ist wie ein Auto ohne Motorhaube zum öffnen - du kannst es fahren, betanken aber nicht reparieren oder jemals verstehen woher das komische Geräusch aus den Motorraum kommt. Selbst um Motoröl oder Scheibenwasser (mir fällt das Wort gerade nicht ein) nachzufüllen muss man extra in die Fachwerkstatt fahren.

Open Source Software hingegen kann jeder reparieren und alles übliche machen, wenn man sich auskennt :)

@viennawriter Etwas ähnliches wie ein Patent, aber nicht unbedingt ein Patent. Eher wie die alte Familienrezeptur vom Schwarzgebrannten, die man mit niemanden geteilt hat, nur halt legal.

@viennawriter Fertiggericht, das der Hersteller nach einem geheimen Familienrezept entwickelt hat und dessen Zutaten er nicht rausrückt.

@viennawriter wie Hautcreme: man weiß nicht so genau, was drin ist, auf der Packung stehen tolle Buzzwords, der Preis ist nicht logisch nachvollziehbar und man hofft, dass es tut was es soll.

@viennawriter Ich versuch's mal: Hersteller von "proprietärer Software" betrachten ihre Software als "Privateigentum". So wie der Eigentümer einer Obstplantage anderen das Betreten und Obstpflücken verbieten kann, kann der Softwarehersteller verbieten, die Software zu verwenden. Er lässt sein Obst lieber vergammeln als es anderen kostenlos zu geben. FLOSS-Entwickler*innen sehen Software als Gemeingut an und machen aus ihrem Grundstück einen Gemeinschaftsgarten, bei dem jede*r mitmachen kann. 😉

@resieguen @viennawriter
Darauf aufbauend:
Prop SW: Garten mit Hohen Mauern, Zäunen, Stacheldraht und Wächtern mit scharfen Hunden und Gewehren.
Verkaufen nur das was sie wollen Motto Friss oder stirb

FLOSS: Offene Wiese. Gegessen wird was selbst hergestellt wird oder auf dem Markt gekauft werden kann.

@viennawriter

Geheimrezept des Lieblingskuchens Ihrer Oma: Man kann ihn essen, niemand weiß, wie man ihn reproduziert.

@viennawriter Proprietäre Software gehört einer Firma. Man kann eine Lizenz kaufen, damit man mit der Software machen darf, was die Firma erlaubt. Oder man bucht sie als Abo. Dann darf man sie zusätzlich nur solange nutzen, wie man dafür bezahlt.
Freie Software dagegen gehört uns allen. Man kann sie kostenlos nutzen, wie man will. Man kann Fehler melden und Ideen einbringen. Man kann sogar den Programm-Code einsehen, verändern und weitergeben.

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