🎙️ Z.Z. beobachte ich zwei Trends in der Podcastszene:
1️⃣ Einer, der immer mehr Live macht. Also die Folge am Ende ein Mitschnitt einer Livefolge war - und faktisch kaum noch produziert wird.
2️⃣ Der zweite Trend, dass die Folgen bis in die Tiefe produziert werden, also fast oder ganz zu Hoerfeatures werden.
❓ Die Frage: Was findet ihr besser?

Folgen

Auch wenn es jetzt bei fuenf abgegebenen Stimmen noch nicht wirklich repraesentantiv ist, so ist es doch erstaunlich, dass sich die Hoerer das alte Live-Radio - ohne zeitautonomes(!) Hoeren - wuenschen (inkl. "Hoererkauf" vulgo Community-Bindung).

Ich selber bevorzuge als Hoerer das Feature (z.B. RadioLab) - auch aus Abstandsgruenden.

Als Macher ist das Feature kompliziert, teuer und langwierig. Ich werd mich dem zwar gerne annaehern, aber wahrscheinlich nie ein komplettes Feature bauen.

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@sventetzlaff das ist dann jetzt glaub ich ein Missverständnis. Ich hab "live" angeklickt, obwohl ich Radio ohne Zeitsouveränität verabscheue. Ich kann auch Podcasts nicht im Livestream hören, das geht gar nicht. Was ich damit meine ist, dass ich ein natürliches Gespräch hören will, keinen abgelesenen Script-Dialog, und auch (möglichst) wenig Schnitte. Falls das jetzt nachvollziehbar klingt.

@sventetzlaff Was @das_aug sagt. Ich finde diese überzogenen Feature-Produktionen meistens einfach anstrengend. Ich will ein authentisches Gespräch. Von mir aus gerne live, falls Zeit zum Livehören ist, aber dann auch gerne zeitsouverän aus der Konserve. Dasselbe gilt für meine eigenen Podcasts. Wenn ich Radio machen wöllte, würde ich zum Radio gehen. Ich will mich mit Menschen über Themen unterhalten. Gerne mal live mit Publikumsinteraktion, aber muss nicht jedes Mal sein.

@viennawriter @das_aug
Mmhh .... ob das so einfach ist? Letztens im Lieblingspodcast: "Das koennt ihr nur verstehen, wenn ihr live in der Preshow dabei wart."

Wenn der Podcast gut laeuft, wird gleich eine Show zum Podcast angeboten. Hinzu kommt der Hoererkauf, "Wir verlosen ...".

Das ist eine Radiofizierung. Das Feauture kann durchaus ein lockeres Gespraech ohne Script sein, aber im Studio wird dann eben Musik, Atmo, Hintergrundinfos ... dazugebaut oder geschnitten - mall mehr mal weniger.

@sventetzlaff @das_aug Ich finde ja eher diesen ganzen Schnickschnack mit Atmo und Musik und reingeschnittene Interviews, nachgesprochene Fragen etc. ist die Radiofizierung.

@viennawriter @sventetzlaff was viennawriter sagt. Radio mit Gewinnspielen und Produktifizierung höre ich eh sowieso nicht. Ein Beispiel für schwer erträglich gemachtes Feature, obwohl es gut ist, ist das bei Bayern für Kinder gemachte "Radio Mikro Lachlabor". Das ist lustig und nett und kindgerecht. Aber die brauchen für eine Frage, die man in zwei Minuten besprechen, erörtern und beantworten könnte eine halbe Stunde.

@viennawriter @sventetzlaff Weil zuerst wird angekündigt, dass man darüber sprechen wird. Dann kommt Musik. Dann sagt man nochmal, worüber man jetzt gleich sprechen wird. Dann wieder Musik. Dann sagt man, welche Sendung das hier ist, und dass man heute über Thema X spricht. Dann fängt man erst überhaupt an über das Thema zu sprechen. Und so. Ich sitze davor und knirsche mit den Zähnen. Das ist für mich Radio-typisch und anstrengend.

@viennawriter @sventetzlaff Weiteres Ärgernis: Dialog zwischen zwei Personen, wo einer der Wissende ist und der andere über alles ganz erstaunt ist. Also jetzt nicht Interview zwischen Publikums-Avatar und Experte (CRE-style), das ist super, sondern ein dauerhaft gleiches Team, wo immer einer dem anderen was erklärt, und der ist zuerst neugierig und dann überrascht. Hab in der Anfangszeit versucht hoaxilla zu hören, das ging gar nicht.

@viennawriter @das_aug
Nun kommt das (Radio)Feature ganz klar aus dem Rundfunk. Aber es war dort nur eine (Kunst)Form neben Hoerspiel, Hoerbuch, Live-Interview, Aufzeichnungen, Kommentare und *grrr* 'Fruehstuecksradio'.

Das Feature muss man im RF mittlerweile suchen. Umgekehrt ist das frueher typische Podcastformat, zwei+ Leute reden ueber etwas, im Radio fest angekommen und bounced zurueck. Siehe z.B. Johnny Haeuslers "Spreeblick".

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