Angehefteter Beitrag

"Sprache und Wirklichkeit sind zugleich ineinander verwoben und einander Raum. . . Ein Wort auszusprechen, es zu denken, zu schreiben, zu lesen ist für uns immer auch ein Schritt in diesen Raum und das Mögliche oder Unmögliche darin, das sichtbar oder unsichtbar Bleibende, das er für uns bereit hält, hinein."

poesieundprosa.net/drittes-mik

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Mikropoesie und Literatur im Netz: @edyssee spricht im Literaturpodcast mit Sebastian Kraus über Sprache und Wirklichkeitswahrnehmung, über Netzliteratur, Mikroliteratur und das Literaturprojekt @PoesieundProsa.

manuskripte.podigee.io

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Mikroliteratur beinhaltet für uns eine bewusste Verknappung und Verdichtung von Sprache, Inhalt und Raum.

(Noch etwas an den letzten Rand des Tages kritzeln, dort links zwischen die Löcher zum Abheften, wo es schließlich lange Zeit ungestört und verdeckt ruhen kann. Bilder ohne Worte. Worte ohne Bilder. A picture of the artist as a stick man.)

bedeutung als laut oder lautlosigkeit, nähe und entfernung, hinweis auf unsere eigene an- oder abwesenheit.

"Sprache und Wirklichkeit sind zugleich ineinander verwoben und einander Raum. . . Ein Wort auszusprechen, es zu denken, zu schreiben, zu lesen ist für uns immer auch ein Schritt in diesen Raum und das Mögliche oder Unmögliche darin, das sichtbar oder unsichtbar Bleibende, das er für uns bereit hält, hinein."

poesieundprosa.net/drittes-mik

"Wenn ich erklären soll, warum für mich ein Buch rigoros ist und ein anderes flach, kann ich nur auf die Dichte der Stellen hinweisen, die im Kopf den Irrlauf hervorrufen, Stellen, die mir die Gedanken sofort dorthin ziehen, wo sich keine Worte aufhalten können."

Herta Müller, aus: "Der König verneigt sich und tötet"

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(schweinsragout auf krisenherden) werden
den HERAUSFORDERUNGEN UNSERER ZEIT die hände auflegen einmal legen bitte waschen schneiden föhnen wir (äugend um den globuslosen schmaus) einer kontaktlinsenprise (bloss nicht) die eigenen ! wimpern (in flammen stehen sehen) bloß nicht
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sehen

leises tanzen. drehungen in den nachmittag.

ff᷈ſt᷈ffl⃕ffl᷈ſt⃜ſt᷈ffl᷈ff⃜ſt᷈ff⃕ſt᷈ſt᷈ſt⃕ffl᷈ff⃕ſt᷈ff⃕fi᷈ſt⃜ffl⃕ffl⃜ff᷈fi⃕ffl⃜ff᷈ffl᷈ſt᷈ffl᷈ff᷈fi᷈ſt⃕ff᷈ffl⃕ff᷈ff᷈ffl⃕ſt᷈ffl⃜ff᷈fi⃕fi⃜fi᷈ff⃜ff᷈ff⃜fi᷈ſt᷈fi᷈fi⃜ſt⃜fi᷈ſt⃜fi⃕

(Und dann gibt es diese seelenzerschrumpelnden, blockierenden faux amis-Gedanken, die spiegeleierartig zu Interpretationen zeronnenen sind, bevor man sie überhaupt be-griffen hat. Auf den ersten Ton mögen sie wie jene Gedanken klingen, die Klarheit schaffen, die die innere Wahrnehmungs- und Erlebnisbibliothek schlichten können)

Das Experiment mit der Sprache ist immer auch das mit der Realität, mit der sie in Beziehung tritt.

(Und dann betraten Menschen den August. Manche zaudernd, manche stolpernd, manche eiligen Schrittes. In den Baumkronen hingen Wolkenschatten wie Leintücher, Regen holte den Geruch aus erschöpften Blättern und auf feinen Wäscheleinen wehte Ungesagtes)

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